Montag, 9. März 2009

Eine Warnung

Ich möchte an dieser Stelle eine Warnung aussprechen.
Keine Angst, es geht nicht um die Wirtschaft, das Klima oder den Weltuntergang. Es geht um unsere Mitmenschen.

Im Leben widerfährt es uns immer wieder, daß wir verraten und verlassen werden. Versprechen werden gebrochen, in der Not läßt man uns im Stich. Menschen verschwinden klammheimlich ohne ein Wort der Entschuldigung. Sie lassen uns in offene Messer rennen und verletzen uns - manchmal aus Versehen, manchmal mit kalter Berechnung - immer wieder das Herz aus dem Leib.
Ja, das wirft uns zu Boden. Das treibt uns in die Verzweiflung.
Doch davon dürfen wir uns nicht verwirren lassen.

Es wußte doch schon Hölderlin: "WO ABER GEFAHR IST, WÄCHST DAS RETTENDE AUCH."

Es sind nicht alle Menschen so. Immer wieder treffen wir auf Menschen, die uns helfen, die für uns da sind, die uns unter die Arme greifen und uns beistehen. Sie hören uns zu und sind einfach da, wenn wir sie brauchen.
Auf sie können wir uns verlassen.

Wenn wir uns das Herz verhärten lassen, weil wir nur an die Menschen denken, die uns Schmerz und Unrecht zugefügt haben, gehen wir vielleicht an den guten, freundlichen Menschen vorüber und scheren sie mit den anderen über einen Kamm.
Das wird uns auf Dauer einsam werden lassen.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.

Dazu kommt noch etwas: Wie wichtig ist das, was uns andere Menschen antun? Und wie wichtig das, was wir anderen Menschen an Schmerz und Glück zufügen?

So, ein paar Gedanken.
Und laßt euch nicht die Herzen verhärten. Das ist es nicht wert.

Kommentare:

  1. Hallo Ilka!

    Ist das nicht ein wenig zu schwarz-weiß gedacht? Immerhin ist kaum ein Mensch nur böse. Und ich habe noch keinen Menschen getroffen (geschweige denn von ihm gehört), der ausschließlich gut ist. Menschen verletzen uns. Menschen machen uns aber auch glücklich. Ohne diese Balance würde das Leben ganz schön aus den Fugen geraten.

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  2. Hallo Nantik!
    Schon, dich zu lesen!

    Stimmt. damit hast du vollkommen recht. Ich will eigentlich nur dazu anregen, daß man, wenn Licht und Schatten da sind, nicht nur den Schatten sieht. Sondern das Licht.

    Ich habe die ungute Neigung, mich manchmal von persönlichen Enttäuschungen immer wieder in die Misantrophie jagen zu lassen.Das ist nicht richtig, außerdem tut man damit dem meisten Menschen unrecht.
    Und es kommt ja noch dazu, daß wir auch keine Engel sind.

    Weißt du, meine Liebe, ich werde meine Gedanken präzisieren und weiter ausführen. Noch weiter hinein in die Tiefe gehen. Betrachte das nur als Aufhänger!

    Ich danke dir für deinen Kommentar!

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